Ausstellung
Kurt-Weill-Zentrum / Haus Feininger



Ausstellung
Kurt-Weill-Zentrum / Haus Feininger



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Kurt-Weill-Zentrum / Haus Feininger



Haus Feininger


Das Kurt-Weill-Zentrum befindet sich in einem der 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius erbauten Meisterhäuser. Zwischen 1926 und 1932 lebte der Bauhausmeister Lyonel Feininger mit seiner Familie in diesem einzigartigen Gebäude, das zum UNESCO-Welterbe zählt.

Der Maler Lyonel Feininger wurde am 17. Juli 1871 in New York geboren und ging 1887 nach Europa, um Zeichnen und Malen zu studieren. Mit dem Bauhaus kam er 1919 in Kontakt, als ihn Walter Gropius in den „Meisterrat“ des Bauhauses in Weimar berief. Dort leitete er die Druckwerkstatt. 1926 übersiedelte Feininger mit dem Bauhaus nach Dessau, wo er als „Meister“ ohne Lehrverpflichtung bis 1932 lebte. Nach Schließung des Bauhauses in Dessau 1932 zog er mit seiner Familie nach Berlin. 1937 verlässt er Deutschland und kehrt nach New York zurück, wo er am 15. Januar 1956 stirbt. Lyonel Feininger und Kurt Weill sind sich vermutlich nie begegnet, auch wenn sie einige gleiche Lebensstationen (Dessau, Berlin und New York) aufweisen können. Wie Lyonel Feininger war auch Kurt Weill Mitglied in der so genannten Novembergruppe, eine große Künstlervereinigung, die sich nach dem Ersten Weltkrieg gründete. Lyonel Feininger war sehr Musik interessiert und spielte selbst Klavier. Besonders die Musik von Johann Sebastian Bach faszinierte ihn. Als Autodidakt komponierte Feininger einige Fugen für Orgel bzw. Klavier.

In der nationalsozialistischen Zeit wurden die Meisterhäuser, und somit auch das Haus Feininger, baulich verändert und umgestaltet. So wurden beispielsweise Trennwände eingezogen. Auch im weiteren Verlauf wurde die Architektur des Hauses verändert, beispielsweise durch Ausmauerung von Treppenhaus- und Atelierfenstern und der damit verbundene Einbau von kleinen Holzfenstern oder durch die Veränderung in der Fensterordnung und –größe. Zur Zeiten der DDR war im Haus Feininger zunächst eine Arztpraxis und später eine Poliklinik untergebracht. 1992 wurde mit der Restaurierung des Hauses Feininger begonnen, die 1994 abgeschlossen werden konnte. Am 3. Dezember 1994 wurde das restaurierte Haus Feininger mit dem Kurt-Weill-Zentrum eröffnet. Während der Restaurierung baute man nicht nur die Veränderungen zurück und rekonstruierte die Stahlfenster, sondern man entdeckte auch Spuren für die ausgefallene Farbgebung der Innenräume von Lyonel Feininger. Das Farbkonzept wurde wiederhergestellt. Heute sind im Haus Feininger wie in den 1920er Jahren über 40 verschiedene Farbtöne zu bewundern.

Außer dem Haus Feininger können Sie noch die Meisterhäuser Muche/Schlemmer und Kandinsky/Klee in direkter Nachbarschaft und das Bauhaus Dessau besuchen. Informationen erhalten Sie unter www.meisterhaeuser.de und www.bauhaus-dessau.de oder www.dessau-rosslau-tourismus.de.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Dessau und der Umgebung sind das Dessau Wörlitzer Gartenreich www.gartenreich.com, die Anhaltische Gemäldegalerie www.georgium.de und das Stadtmuseum Dessau www.stadtgeschichte.dessau-rosslau.de.














Öffnungszeiten

16.02. - 31.10.
Dienstag-Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr

01.11. - 15.02.
Dienstag-Sonntag
10.00 bis 17.00 Uhr




Kontakt

Kurt-Weill-Zentrum
Ebertallee 63
D-06846 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 - 619595
Fax: 0340 - 611907